Mission Rohstoffrettung

In der ersten Ferienwoche starteten wir mit unserem Ferienprojekt zum Thema Mülltrennung und Recycling mit den Kindern des Hortes „Saatkorn“. Es wurde schnell klar, dass sich die Kinder schon sehr intensiv mit dem Thema auseinandersetzen und dass es ihnen am Herzen liegt. So lernten 12 Mädchen und Jungen Wissenswertes über verschiedene Rohstoffkreisläufe und über die Vermeidung sowie die sachgerechte Trennung von Müll. Zum Thema Recycling konnten sie sich dann kreativ austoben und aus den mitgebrachten Wertstoffen Interessantes und mehr oder auch weniger Brauchbares basteln. Aus altem Zeitungspapier haben wir Papier geschöpft, welches die Kinder anschließend bunt bemalten und beschrieben und damit kleine individuelle Geschenke an ihre Lieben zu Hause bereiteten.

Als Abschluss konnten die Kinder ihr erworbenes Wissen testen, indem sie die mitgebrachten und übriggebliebenen Wertstoffe für die jeweiligen Tonnen trennten. Auch ein leckerer Obstsalat ist in geselliger Runde entstanden und wurde gleich verputzt. Diese Abfälle haben wir auf dem Kompost entsorgt. Daraus wird wertvolle Erde für unseren Schul- und Hortgarten. So schließt sich der Kreis.

Schnell war die Woche vorüber und es bleibt zu sagen: Schön wars! Vielen Dank.

Die Rohstoffretter der GLÜCK-AUF-SCHULE MIT Susann und Frau Gaus-Schwarzien

In der vorletzten Woche der Sommerferien startete unsere 2. Schul-Projektwoche für die Kinder des Hortes Rappelkiste unter dem Motto: „Mission Rohstoffrettung“.

22 begeisterungsfähige und sehr kreative Schüler nahmen teil. An jedem Tag gab es viel zu lernen zum Thema Rohstoffe und Mülltrennung. Viele Schüler gehen schon sehr bewusst mit ihren Eltern einkaufen und versuchen, unnötige Verpackungen zu vermeiden und nutzen Einkaufskörbe statt Plastiktaschen. Wir überlegten gemeinsam, wie man zum Beispiel im Badezimmer Plastik einsparen kann. Oft wurden feste Shampoos und Duschseife vorgeschlagen. Die wiederverwendbaren Trinkflaschen der Kinder helfen auch, unnötigen Plastikmüll zu vermeiden.

Damit der Müll recycelt werden kann, muss er ordentlich getrennt werden. Doch was kommt in welche Tonne? Bei einigen Dingen müssen ja auch wir Erwachsenen manchmal überlegen…

Das Mülltrennen haben wir praktisch geübt und bildeten kleine Experten aus, die es dann den anderen Kindern der Schule nahebringen können.

Jeder Projekttag bestand auch aus einem sportlichen Teil, bei dem wir zum Beispiel Mülltransportwettkämpfe und andere Spiele rund um unser Thema veranstalteten, so dass sich die Kids auch auspowern konnten bei dem leider nicht gerade sommerlichen Ferienwetter.

Anschließend gab es täglich noch einen kreativen Teil mit verschiedenen künstlerischen Ideen rund um das Thema Müll. Dafür hatten die Schüler ganz fleißig Getränkeverpackungen, Eierverpackungen und vieles mehr gesammelt. Daraus sind ganz fantastische Kunstwerke entstanden.

Bei einem kleinen Spaziergang durch Hohndorf Richtung Gartenstraße und Spielplatz waren wir mit Mülltüte und Handschuhen ausgerüstet. Die Kinder waren entsetzt, wieviel Müll sie auf dieser kurzen Strecke gesammelt haben! Über 3 Kilogramm Müll kamen zusammen. Damit hatten auch wir nicht gerechnet.

Sehr schnell war die Woche vorüber, einige Kinder fragten sogar, ob es in der nächsten Woche weitergeht. Es hat Freude gemacht zu sehen, wie neugierig, sensibel und kreativ die Schüler an das Thema herangegangen sind.

Die Rohstoffretter der GLÜCK-AUF-SCHULE mit Frau Köhler und Frau Hoffmann

Mehr als 99 bunte Luftballons

Am letzten Montag dieses Schuljahres wurde es seit einer gefühlten Ewigkeit wieder bunt auf unserem Schulhof. Der Tag startete an der Grundschule voll Vorfreude und Sonne im Herzen – vom Wetter her nicht so – mit einem Sportfest. Die Kinder traten klassenintern bei Wettkämpfen wie Sackhüpfen, Dreierhopp, Eierlauf, Gummistiefelweitwurf, Torschießen, Sockenaufhängen und Racer-Rennen konzentriert und siegeswillig gegeneinander an. Dieses Sportfest stand im Zeichen des Spaßes für Groß und Klein und sollte ein schöner Abschluss für das für alle anstrengende und besondere Schuljahr 2020/21 sein. Natürlich wurden die drei Besten der jeweiligen Klassenstufen im Dreierhopp von Frau Hoffmann prämiert und von der Menge gewürdigt. Außergewöhnlich war, dass sich an diesem Tag nicht nur Schüler*innen, Horterzieher*innen und Lehrer*innen auf dem Schulhof einfanden und den Preisträgern applaudierten, sondern auch einige Gäste sich unter das Schulvolk mischen und mitklatschen durften. Diese Gelegenheit hat Frau Hausmann gleich genutzt, um unser neues Schullogo vorzustellen. Gemeinsam mit dem Mülsener Künstler Veit Schenderlein, der von der Gemeinde, dem Förderverein und der Schule damit beauftragt wurde, lüftete sie das Kunstwerk, das großen Beifall erntete.

Unseren Gästen entging auch nicht, dass sich der Schulhof verändert hatte. Ein großer Teil des Hofes erhielt einen grünen Rasen, einige Sträucher und junge Bäume, die den Kindern zukünftig Schatten spenden sollen. Für Schatten wird auch die Pergola und die Rankenpflanzen sorgen. Solange die Rankenpflanzen noch nicht ausgewachsen sind, sorgt ein gespanntes Segel für den Sonnenschutz. Dieses überreichten die Leiterin des Hortes Rappelkiste Frau Erdmann und Frau Oertel, die Geschäftsführerin des Behindertenverbands Landkreis Stollberg e.V., als Geschenk an die Schule. Dafür danken wir herzlich!

Dann kam der Moment, den unsere Schülerinnen und Schüler seit der Fertigstellung des Schulhofes ungeduldig herbeigesehnt hatten: Frau Braune, Herr Groschwitz und Frau Hausmann eröffneten feierlich und offiziell den neuen Schulhof. Die Kinder besiegelten dies, indem sie mehr als einhundert bunte Luftballons steigen ließen. Ein sehr emotionaler Augenblick, den man kaum in Worte fassen kann. Mit Begeisterung sprangen sie dann auf den neuen Rasen, der bis dahin wochenlang geschont werden musste, tobten und wälzten sich darauf, vergruben ihre Hände im weichen, kühlen Grün. Man sah überall Glitzeraugen und es war endlich wieder bunt auf unserem Schulhof.

E. Gaus-Schwarzien

Ein Tag voller ENERGIE

Zum Ende des Schuljahres 2020/21 ist es nun doch gelungen, das aus Pandemiegründen verschobene Projekt „Ein Tag voller ENERGIE“ der Sächsischen Energieagentur – SAENA GmbH für unsere Viertklässler durchzuführen. Dieser Tag stand ganz im Zeichen der Energiegewinnung und -speicherung sowie dem sparsamen Umgang mit Energie und Ressourcen. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihr Wissen zum elektrischen Strom in der Praxis erproben und erweitern. So haben sie an verschiedenen kindgerecht aufbereiteten Stationen Regeln im Umgang mit Elektrizität wiederholt und vertieft, für den Antrieb einer Bormaschine selbst Strom erzeugt und sich Kenntnisse über verschiedene Möglichkeiten zur Nutzung von erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energien angeeignet. Außerdem konnten sie am „Energiehaus“ sehr anschaulich den Stromverbrauch verschiedener Elektrogeräte, wie zum Beispiel Radio, Heizlüfter und Telefon, messen und vergleichen. Die Kinder haben erkannt, dass eine Sparlampe tatsächlich viel weniger Strom verbraucht als eine herkömmliche Glühbirne.

Natürlich durfte am Ende ein Produkt, ein Erinnerungsstück an diesen lehrreichen und besonderen Tag nicht fehlen. Blumen sind international für solche Fälle ein Muss. Auch unsere Viertklässler gingen mit je einem Exemplar nach Hause. Außergewöhnlich ist an diesen Blumen, dass die Kinder sie selbst hergestellt hatten und dass sich die Blüte im Sonnenlicht um die eigene Achse dreht, solarbetrieben eben und nachhaltig für den Lernerfolg und für die Umwelt.

Es war also eine willkommene Unterbrechung des gewohnten Schulalltags und ein schöner Abschluss der Grundschulzeit für unsere energiegeladenen Vierer. Deshalb danken wir dem Projektteam von SAENA von Herzen und wünschen uns für die kommenden Schuljahre weitere solche Projekte.

E. Gaus-Schwarzien

Grün, grün, grün sind alle uns’re Rasen…

Diesen Montag hatten wir gleich mehrere Gründe für gute Laune: Die Inzidenzzahlen im Erzgebirgskreis bleiben über Tage hinweg unter 100, wir dürfen unsere Schülerinnen und Schüler im Wechselmodell beschulen und der Unterricht im eingeschränkten Regelbetrieb ist auch schon greifbar. Nach Tagen Regen scheint endlich wieder die Sonne und unser Schulhof erstrahlt in einem saftigen Grün. Nachdem die Bewässerung sichergestellt war, wurde nun der Rollrasen auf den kahlen Sand verlegt. Bei dessen Anblick macht sich das Bedürfnis breit, die Schuhe auszuziehen und mit den Füßen den frischen, weichen und kitzelnden Rasen zu fühlen. Der Gedanke weckt Erinnerungen an vergangene, gefühlt ewig zurückliegende Urlaubsreisen, an das wohlige Gefühl, an das Glück, das sich da immer einstellt. Dann kommt mit einem Seufzer tiefe Dankbarkeit. Dankbarkeit für all die Menschen, die dazu beigetragen haben, dass wir nun diesen schönen Rasen auf unserem Schulhof haben, der den Kummer, die Strapazen, Entbehrungen und den Frust der letzten Monate kurz vergessen lässt.

Mit der Nutzung der Rasenfläche müssen wir uns noch etwas gedulden. Erst wenn es kräftig angewachsen und damit strapazierfähig ist, darf das Grün betreten werden. Deshalb bleibt der Bauzaun um den erneuerten Teil des Schulhofes noch einige Zeit stehen. Nichtsdestotrotz kann sich der Schulhof sehen lassen. Alles freut sich über die Pergolas, die im Sommer begrünt Schatten spenden werden, über die gepflanzten jungen Bäume, Sträucher und Pflanzen und über das in den Boden eingefasste Trampolin sowie die Fußballwand, die erholsame und vielseitig bewegte Pausen und Hortzeiten für die Kinder verheißen.

Schön, dass es immer Menschen gab und gibt, denen unsere Schule und das Wohl der Kinder, die hier lernen, am Herzen liegt, und die auch so viel getan haben und tun, um beides zu erhalten. Vielen Dank dafür!

E. Gaus-Schwarzien

1891 – 1901 – 2021

130 Jahre Schulgeschichte(n)

Wenn man durch Hohndorf fährt, kann man sich dem Blick auf unsere wunderschöne „alte“ Schule kaum entziehen. Sie bildet zusammen mit der Kirche und dem Pfarrhaus ein bauliches Ensemble im Ortskern. Wirklich alt ist nur die steinerne Hülle. Innerlich ist sie jung geblieben und wird wohl auch weiterhin durch das Nachrücken der Kinder aus den Kindergärten immer wieder für junge Dynamik sorgen. Dieser Wandel vollzieht sich natürlich auch im Lehrerkollegium. Nachdem viele ehemalige Lehrkräfte inzwischen ihren wohlverdienten Ruhestand genießen, haben junge Lehrerinnen ihre Plätze eingenommen und führen die Traditionen gepaart mit neuen Ideen und Schwung weiter.

Was haben nun diese 3 Jahreszahlen zu bedeuten? Im November 1891 wurde der erste Schulteil seiner Bestimmung übergeben. Im Oktober 1901 war die Schule durch einen Anbau doppelt so groß und wurde festlich eingeweiht. Somit feiert die Schule eigentlich Doppelgeburtstag. Während der Ostteil bereits 130 Jahre auf dem Buckel hat, feiert die Schule in ihrer Gesamtheit stattliche 120 Jahre. Und Dank der fürsorglichen Pflege, die diesem Haus über viele Jahre durch die jeweiligen Bürgermeister und Gemeinderäte und -rätinnen zuteil wurde, darf man sie durchaus als Schönheit bezeichnen.

Wie soll man nun in einem solchen Jahr würdig Geburtstag feiern? Können wir das Jubiläum verschieben? NEIN – wir haben uns dagegen entschieden. Gerade weil die Zeit so schwierig ist und alles irgendwie auf der Stelle zu stehen scheint, wollen wir optimistisch sein und ein Zeichen setzen. Wenn unsere Gäste vielleicht nicht in großer Zahl zu uns kommen können, so soll die Schule mit ihren Geschichten zu den Menschen im Dorf kommen. Wir stellen uns vor, Schulgeschichte(n) zu erzählen. Viele Bürger/innen aus Hohndorf sind selbst in diese Schule gegangen oder haben ihre Kinder und Enkel in dieser Schule unterrichten lassen. In den Erinnerungen gibt es bestimmt noch lustige, spannende oder nachdenklich stimmende Episoden. Gesucht sind Zeitzeugen, die ihre Geschichte(n) erzählen wollen und vielleicht diese auch noch mit Bildern untersetzen können. Sie sind herzlich eingeladen, diese bis zum 30. April an die Grundschule zu schicken. Wir erhoffen uns davon einen facettenreichen Blick auf die Schule und die Menschen, die durch ihre Anwesenheit in den alten Mauern das Gesicht der Schule mit geprägt haben. Gern möchten wir diese Geschichten und Bilder an verschiedenen Orten in Hohndorf präsentieren und später im Archiv der Schule für nachfolgende Generationen aufbewahren. Für diesen Zweck ist es notwendig, dass wir zusammen mit den eingereichten Beiträgen die schriftliche Erlaubnis zur Veröffentlichung und die Verwendung in der Chronik der Schule erhalten.

Wenn es die Situation erlaubt, wollen wir gern auch mit Gästen vor Ort Geburtstag feiern. Wir sind stolz auf unser altes junges Haus, das gerade auch noch eine Schönheitskur im Außengelände erhält. Voller Vorfreude erwarten wir die Fertigstellung des begrünten Schulhofes. Vielleicht können wir unter freiem Himmel unserem Geburtstagskind ein Ständchen bringen. Im Kalender ist die Woche vom 7. bis 11. Juni als Festwoche eingetragen. Halten wir die Daumen, dass es klappt. Eventuell könnte man die Woche noch in den September verschieben. Die Entscheidung darüber müssen wir von der weiteren Entwicklung abhängig machen.

Für Fragen oder Zuschriften bitte per Mail an gs_hohndorf@yahoo.de mit dem Betreff „Schule 2021“.

Wir freuen uns auf Ihre Geschichten

Das Team der Grundschule

Mit Fasching gegen den Corona-Blues

Nachdem unsere Schülerinnen und Schüler 6 Wochen zu Hause gelernt haben, durften wir sie unerwarteterweise am 15. Februar wieder zum Unterricht in der Schule begrüßen – wohlbemerkt im sogenannten „eingeschränkten Betrieb“. Wie schon im vergangenen Mai gelten auch bei diesem Neustart strenge Hygieneregeln sowie Unterricht und Betreuung in festen Gruppen. Dafür war erneut so einiges zu organisieren. Immerhin konnten wir uns auf bereits Bewährtes vom vergangenen Jahr stützen und hier und da nachbessern. Krisenerprobt begingen die Kinder souverän und fröhlich diesen ersten Schultag, freuten sich auf ihre Freunde und auf einen nicht virtuellen Schulalltag. In den Morgenkreisen hörte man fast einstimmig dieselben Argumente für und wider das Homeschooling und eine große Dankbarkeit für die schönen, schneereichen Winterwochen, die den Kindern die Isolation erleichterten. Traurig stimmte sie, dass viele Feste, vor allem das Faschingsfest im Lamm, ausfallen mussten. So haben wir gruppenintern kleine Faschingsfeste in der Schule veranstaltet. Die Schülerinnen und Schüler haben die Dekoration dafür selbst gebastelt und konnten dabei die Ungeduld und ihre Vorfreude auf Fasching kaum zurückhalten. Am Dienstag dann begrüßten wir zahlreiche Prinzessinnen, wilde Tiere, Piratinnen und Piraten, Einhörner, Hexen, Superhelden, Mumien und verschiedene Fantasiewesen zum Unterricht, der an diesem Tag meist fächerverbindend zum Thema Fasching abgehalten wurde. Frau Hausmann überraschte die Kinder mit leckerem Gebäck. Es war uns eine echte Freude, in glückliche und strahlende Kindergesichter zu sehen. Ziel also erreicht. Dass uns das weiterhin gelingt, wünschen wir uns vom ganzen Herzen. Wir wünschen uns aber auch, dass wir dieses Kapitel schon bald als eine der vielen in der 130jährigen Geschichte der Glück-Auf-Schule Hohndorf überstandenen Krisen zu den Schulchroniken legen können.

E. Gaus-Schwarzien

Das „Gemeinsam“

Zum Start des neuen Jahres wünsche ich im Namen des gesamten Teams der Glück-Auf-Schule Hohndorf allen Leserinnen und Lesern, aber allem voran unseren Schülerinnen und Schülern und ihren Familien ein gesundes, erfolgreiches und vor allem ein gemeinsameres Jahr 2021! Ganz klar – das „Gemeinsam“ lässt noch eine Weile auf sich warten, aber es gibt Hoffnung und von der Politik sogar schon Zahlen, wann wir wieder ein Stück unseres im Nachhinein so liebgewonnenen Alltags zurück erhalten und wieder analog die sozialen Wesen sein können, die wir sind. Wir Lehrer freuen uns auf den normalen Unterricht von Angesicht zu Angesicht, wo die Antwort eines Schülers klar durchs Klassenzimmer tönt und nicht durch eine schwächelnde Internetverbindung bröckelig aus den Lautsprechern fällt. Wir freuen uns auf so Vieles, was für uns schlicht den Grund für den Lehrerberuf ausmacht. Und so schauen wir in diesem zweiten Lockdown hoffnungsvoll und mit positiven Gedanken in die zweite, bessere Hälfte des Jahres 2021.

Was die Beschulung zu Hause betrifft, so gehen wir hier den im Frühjahr bewährten Weg. Die Kinder, die zu Hause lernen, werden von ihren Lehrerinnen im Homeoffice betreut und Kinder in der Notbetreuung werden von den Kolleginnen vor Ort bei ihren Aufgaben unterstützt. Genutzt wird vor allem das vorhandene analoge Lernmaterial, aber auch digitale Möglichkeiten der Lehre, wie zum Beispiel Videokonferenzen, Lernsoftware oder Online-Lernhilfen. Wir stehen den Kindern und ihren Eltern per E-Mail und telefonisch zur Verfügung, bereit den einen oder anderen Knoten im Kopf oder ein Problem zu lösen. Bisher gab es meist positive Rückmeldungen, die uns darin bestärken, dass wir das Richtige tun. Ich kann mit Stolz berichten, dass die Kolleginnen dabei sehr individuelle und recht kreative Wege gehen, um unseren Schülerinnen und Schülern die bestmöglichen Lernchancen zu bieten und sie gut durch diese Krise zu bringen. Schön, zu diesem Team zu gehören.

Die Betreuung der Kinder, deren Eltern nicht zu Hause bleiben dürfen, läuft in der Schule Hand in Hand mit den beiden Horten. Hier sind wir froh und dankbar, dass wir uns darauf immer verlassen können.

Weiterhin ist ein großer Dank auch an die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler zu richten, die erneut bei der Betreuung ihrer Kinder im Homeschooling Großes leisten.

Und so sind wir wieder bei dem Bild mit den Zahnrädlein, die ineinander greifen und alles am Laufen halten. So verstehen wir uns Lehrer, die Horterzieher, die Eltern und die, um die es eigentlich geht – die Schülerinnen und Schüler. Siehe da: Da ist es schon, das „Gemeinsam“, wenn auch anders, aber dieses war nie weg.

E. Gaus-Schwarzien

Weihnachtswichtel in der Grundschule

In einer weiteren verrückten Woche dieses herausfordernden Jahres wurde klar, dass alle Schulen schon am 11.12.20, statt am 22.12.20, ihren letzten Schultag im Präsenzunterricht haben werden. So hieß es wieder, schnell Lernpakete für zu Hause zu schnüren, die häusliche Lernzeit zu planen und eine kleine Weihnachtsklassenfeier für den letzten Schultag vorzubereiten. Mitte der Woche standen plötzlich große Kisten mit liebevoll verpackten Leckereien für jedes einzelne Kind unserer Schule im Lehrerzimmer. Bei der Klassenweihnachtsfeier war die Überraschung groß! Leuchtende Kinderaugen bewunderten die süße Vielfalt und das eine oder andere Tütchen hat es wohl nicht bis nach Hause geschafft. Wir bedanken uns für diese gelungene Überraschung ganz herzlich bei Herrn Groschwitz und seiner Wichtelfrau.

Das Team der Glück-Auf-Schule

Die Tage sind gezählt

Die ersten Adventskalendertürchen sind geöffnet und deren Inhalt geplündert, Bergmann und Engel strahlen auf dem Fensterbrett, es duftet vanillig nach Zimt und Kardamom. Eingekuschelt in die flauschigste Decke des Haushalts zählen wir die Tage bis … bis wir endlich wieder zur Normalität zurückkehren, Freunde offen treffen, Oma und Opa herzlich und lange in die Arme fallen, Geburtstage mit geliebten Menschen feiern, unbeschwert reisen und in der Öffentlichkeit Glühwein trinken dürfen. Nach neuesten Medienberichten soll es ja schon bald soweit sein. Doch es beschleicht einen das Gefühl – und eben diese Berichte bestätigen dies irgendwie auch, dass es wohl doch noch etwas dauern wird, bis unser Alltag wieder normal wird.

In solchen Zeiten erfreut man sich an kleinen Dingen. So freuen wir uns derzeit an unserer Schule über jeden noch so kleinen Schritt, den die Baustelle auf dem Schulhof nach vorn macht. Zuletzt wurde schon das Trampolin eingesetzt. Auch die Tage der Baustelle sind also gezählt. Und so hoffen wir, dass die Kinder schon bald auf dem neuen Schulhof toben und sich erholen können. Die Spannung auf das Endergebnis jedenfalls steigt mit jedem Tag.

Besinnen wir uns doch auf das, was zuverlässig und mit höchster Sicherheit und auch noch sehr bald kommen wird – Weihnachten. Wie jedes Jahr ist es doch eine Freude, den geliebten, echt erzgebirgischen Weihnachtsschmuck im eigenen Zuhause zu verteilen, den Kindern Weihnachtsgeschichten vorzulesen, über vergangene Weihnachtsfeste zu erzählen und die Tage bis zum Fest zu zählen.

Auch die Glück-Auf-Schule ist weihnachtlich geschmückt. In den Fluren stehen wie gewohnt geschmückte Weihnachtsbäumchen und die Fenster erstrahlen im Licht der Schwibbögen. Schulische Traditionen werden auch in dieser schwierigen Zeit hochgehalten und den Kindern möglichst viel Adventsfreude und Unbeschwertheit bewahrt. Alle Erwachsenen sind um jeden Tag dankbar, an dem die Schule geöffnet bleibt. Macht es doch erst einen Alltag möglich. Vielen Eltern unserer Schülerinnen und Schüler gilt deshalb unser herzlicher Dank für ihre Bemühungen und ihren Einsatz in den vergangenen Wochen und Monaten. Die meisten Kinder waren ganz selbstverständlich mit Nasen-Mundschutz ausgestattet. Beim geringsten Verdacht wurden und werden Kinder vorsorglich zu Hause behalten, um den Schulbetrieb nicht zu gefährden. Bisher musste nur eine Klasse zu Hause lernen. Das ist ein Erfolg, den wir durch Ihr umsichtiges Verhalten und durch das Einhalten der Hygieneregeln in der Schule erreicht haben.

Wir sind zuversichtlich und hoffen weiterhin auf diese gute Zusammenarbeit und wünschen allen ein besinnliches, fröhliches und erholsames Weihnachtsfest! Bleiben Sie gesund und verlieren Sie nicht den Mut, denn die Tage sind gezählt!

E. Gaus-Schwarzien

Natur zum Anfassen – unser Exkursionstag in Affalter

Am 30.9.2020 tauschten wir unseren Schulranzen gegen einen Wanderrucksack, denn unser Klassenzimmer war an diesem Tag der Wald. Gegen 8 Uhr brachten uns kleine Busse in die Naturherberge Affalter. Unter dem diesjährigen Motto „Lebensraum Wald – ein Geheimnis hinter jedem Baum“ erfuhren wir jede Menge interessante Sachen über Bäume und Tiere.

Nach einer leckeren Stärkung zum Mittag ging es noch weiter in den Wald hinein. Dort bekamen wir die Aufgabe, Bewohner des Waldes aus dortigen Fundstücken zu legen. So bekam das Eichhörnchen einen buschigen Schwanz aus Moos, für das Geweih des Hirsches nahmen wir Stöcke und die Stacheln des Igels waren Bucheckern. Nachdem alle Kunstwerke bestaunt waren, wartete ein besonderer Forscherauftrag auf uns. Mit Lupengläsern ausgestattet, machten wir uns auf die Suche, nach kleinen Lebewesen, die wir mit etwas Glück am Wegesrand fanden. So konnten wir uns Marienkäfer, Schnecken, Spinnen und sogar eine Wanze aus direkter Nähe anschauen.

Dieser Tag hat uns viel Spaß gemacht und wir bedanken uns bei der Naturherberge Affalter für den freundlichen Empfang.

Lotta Korb und Noah Reimann, Klasse 2